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PPL-A - Kai lernt Fliegen - der Blog

04.05.2011 - 49. Flugstunde „Finde Leverkusen“

Details

2 Wochen liegt meine letzte Stunde zurück.

Verlernt habe ich nichts - dennoch ist Übung die halbe Miete.
Heute geht es Solo mit Flugauftrag Richtung Leverkusen. Ziel ist es, das Leverkusener Kreuz zu finden.
Meine Wegstrecke habe ich so gelegt, dass ich von Essen/Mülheim Inbound zum VOR BAM fliege, es passiere und dann Outbound nach Leverkusen. Der Wind am Boden ist heute gnädig zu mir.
Mit 6 Knoten ist es fast ein laues Lüftchen im Gegensatz zu den letzten Malen. Es geht raus von der Piste 25. Ich schneide mein Radial zum VOR BAM an und fliege so Inbound zuerst über dem Baldeneysee und anschließend am Langenberger Sender vorbei.
Kurze Zeit später erreiche ich das VOR. Das weiße, kreisrunde Gebilde am Boden lässt sich heute gut ausmachen. Der Blick nach oben ist jedoch nicht so prickelnd. Tiefe dunkle Wolken bringen nicht nur Turbulenzen, sondern auch Nieselregen mit sich. Kurz vor dem VOR habe ich Glück und erwische einen wolkenfreien Korridor. Auf dem Kurs zum Autobahnkreuz Leverkusen habe ich dann mehrere dunkle Wolken über mir.
Die Turbulenzen nehmen zu und ich komme in leichten Nieselregen. Der horizontale Abstand zur Wolke beträgt mehr als 1500ft. Dennoch entscheide ich mich, die Wolke zu umkreisen, da ich nicht unter dem Zentrum durchfliegen möchte. Jetzt schneide ich mein Radial wieder an und bin auf sicherem Kurs zu meinem Ziel. In weiter Ferne kann ich den Rhein entdecken, links von mir befindet sich das Fußballstadion von Bayer Leverkusen.
Dieses liegt direkt an der A57 und am Kreuz Leverkusen. Dahinter kann ich auch schon den Flugplatz Leverkusen mit seiner Grasbahn erkennen. Mission erfüllt, also fliege ich eine 180 Grad Kurve und folge ein Stück der A57 nach Norden. Kurz vor dem Pflichtmeldepunkt Echo der Kontrollzone von Düsseldorf (EDDL) befindet sich an der Autobahn der Graslandeplatz Langenfeld-Wiescheid.
Der Anflug dort erfolgt - wie in Marl - knapp über der Autobahn. Für mich geht es aber nun wieder Inbound zum VOR BAM und zurück zum Platz nach Essen/Mülheim. Die dunklen Wolken haben sich zum Glück etwas verzogen - nämlich genau über meinen Flugplatz Essen/Mülheim.

Ich melde mich und habe vor, noch ein paar Platzrunden zu fliegen. Ich reihe mich in die Platzrunde ein und gehe meinen Landecheck durch. Im Endanflug zur Piste 25 schlägt mir leichter Nieselregen auf die Kanzel, einzelne Böenwalzen erfassen mich und wollen mich in der Luft halten. Die Maschine will einfach nicht sinken. Ein vorsichtiger Slip bewirkt zwar den Fahrstuhl-Effekt, bringt mich aber erst weit hinter der Schwelle auf die Bahnmitte.
Also durchstarten und einen zweiten Anlauf nehmen. Vom rechten Queranflug in den Endanflug baue ich schon etwas an Höhe ab, nehme frühzeitig das Gas raus und komme so an der Schwelle zur Landung aus. Ich nehme einen weichen Abfangbogen und lasse die Maschine „verhungern“ (flare über dem Boden, um so die Fahrt/Energie weiter abzubauen). (Flare = ausschweben).
Das ist schon fast reif für „Wetten dass…?“, damit würde ich den tollen Audi gewinnen.
Ich warte ab, bleibe ruhig und warte geduldig auf den Touchdown. Ich kann mir diese Phase des langen Schwebens leisten - Bahn ist genug da. Nach ca. 100 Metern (gefühlt das Dreifache) setzt die Maschine auf der Centerline auf. Leider verpasse ich meinen südlichen Abrollweg, so dass ich noch ein Stück weiter zu Bravo rolle, dort drehe und mit Genehmigung zum südlichen Rollhalt umkehre. Natürlich hat sich das Wetter nach gut 45 Minuten gebessert - da habe ich aber schon die Maschine geputzt und meine Sachen zusammen gepackt.

Bald geht es zur Prüfung, soviel sei verraten.

Die Blockzeit betrug 59 Minuten und die reine Flugzeit 46 Minuten.

   
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